Das Wichtigste in Kürze: Auf Phuket gibt es zwei Speedboat-Arten. Das eine ist ein Linienboot, meist ab Rassada Pier nach Phi Phi, etwa eine Stunde, oft 900 bis 1.000 Baht pro Strecke. Das andere ist die Tagestour: Abholung am Hotel, offenes Boot mit 20 bis 40 Leuten, drei bis fünf Stopps, Rückkehr am späten Nachmittag. Eine Phi-Phi-Tagestour kostet meist 1.800 bis 2.500 Baht, Nationalparkgebühren kommen oft extra dazu.
Das Boot selbst ist kein Fährschiff. Es ist leicht, laut und offen. Bei ruhiger See ist die Fahrt ein kurzer Ritt über türkises Wasser. Bei Wellengang wird daraus eine nasse Stunde, in der viele zum ersten Mal merken, dass sie seekrank werden.
Zwei Arten von Speedboat
Das Linien-Speedboat bringt dich von A nach B. Ab Rassada Pier, dem großen Fährterminal im Osten von Phuket Town, gehen tagsüber mehrere Boote nach Tonsai auf Koh Phi Phi. Die Überfahrt dauert etwa eine Stunde, eine normale Fähre eher zwei. Fahrkarten liegen 2026 oft bei 900 bis 1.000 Baht einfach, die langsamere Fähre eher bei 650 Baht. Hoteltransfer ist dabei meist nicht enthalten, es sei denn, du buchst ein Paket.
Die Tagestour ist das, was die meisten meinen, wenn sie „ein Speedboat auf Phuket“ sagen. Du bleibst nicht auf einer Insel, du fährst eine Runde: schnorcheln, eine Bucht ansehen, Mittagessen, zurück. Das Boot gehört einem Veranstalter, der Guide spricht Englisch, die Gruppe ist gemischt. Privatboote gibt es auch, dann seid ihr unter euch und der Tagespreis liegt im vierstelligen Bereich pro Boot, nicht pro Person.
So läuft ein Tag ab
- Abholung, etwa 7:00 bis 8:30. Ein Minivan holt dich am Hotel ab. Im Süden, Kata und Karon, ist die Fahrt zum Anleger kurz. Aus Bang Tao oder Mai Khao dauert sie leicht eine Stunde. Die Abholzeit steht am Vorabend in der Bestätigung, nicht auf dem Flyer.
- Check-in am Steg. Namen abhaken, Schwimmwesten, oft eine kurze Einweisung. Schnorchelset gibt es hier oder erst auf dem Boot. Wer eine Nationalparkgebühr bar zahlen muss, erfährt es spätestens jetzt.
- Überfahrt. Nach Phi Phi 45 bis 70 Minuten ab Chalong oder Ao Po, bei Seegang auch 90. In die Phang-Nga-Bucht zur James-Bond-Insel ist das Wasser meist geschützter. Coral Island liegt nur 10 bis 20 Minuten vor Chalong.
- Stopps. Drei bis fünf, je nach Route: Schnorcheln am Riff, eine Lagune, ein Strand, ein Aussichtspunkt. An manchen Stellen geht es per Longtail oder Kajak weiter, weil das Speedboat nicht an den Sand darf.
- Mittagessen. Auf dem Boot, auf einer Insel oder, bei James Bond, oft im schwimmenden Dorf Koh Panyee. Einfaches Thai-Buffet, selten ein Restaurantbesuch.
- Rückfahrt und Hotel. Ankunft am Steg am späten Nachmittag, zurück im Hotel meist zwischen 17 und 19 Uhr. Der Van setzt in umgekehrter Abholreihenfolge ab, das letzte Hotel wartet am längsten.
Von welchem Anleger es losgeht
| Anleger | Lage | Typisch für |
|---|---|---|
| Chalong Pier | Süden, nah an Kata und Karon | Tagestouren nach Phi Phi, Racha, Coral Island |
| Rassada Pier | Osten, bei Phuket Town | Linienfähre und Speedboat nach Phi Phi, Krabi, Lanta |
| Ao Po Grand Marina | Nordosten | Speedboats, praktisch für Bang Tao und den Norden |
| Royal Phuket Marina, Laem Nga | Osten | James-Bond- und Phang-Nga-Touren |
Du suchst den Anleger selten selbst. Der Veranstalter sagt, wo der Van hält. Wer ein Linienticket ohne Transfer hat, plant 60 bis 90 Minuten vom Flughafen nach Rassada und deutlich weniger aus der Altstadt.
Welche Routen es gibt
Phi Phi und Maya Bay, der Klassiker. Ganzer Tag, oft mit Pileh-Lagune, Monkey Beach, Viking Cave nur von außen und einem Schnorchelstopp, manchmal Koh Khai auf dem Rückweg. Maya Bay hat wechselnde Regeln: Oft darfst du den Strand nicht betreten oder nur über ein Zubringerboot, und Schwimmen direkt an der Bucht ist eingeschränkt. Wer den Filmstrand als Badeziel erwartet, wird enttäuscht. Die Kalkfelsen bleiben trotzdem der Grund der Fahrt.
James Bond Island, Phang-Nga-Bucht. Khao Ping Kan und der Felsen Ko Tapu, Kajak durch Mangroven und Höhlen, Mittagessen in Koh Panyee. Weniger offene See als Phi Phi, dafür mehr Programmpunkte an Land und im Kanu. Gut, wenn dir Schnorcheln weniger wichtig ist als die Felslandschaft.
Coral Island und Racha. Coral Island ist der kurze Halbtag, 10 bis 20 Minuten ab Chalong, Strand und Schnorcheln, wenig Überfahrt. Racha Yai und Racha Noi sind klarer und ruhiger, ein halber oder ganzer Tag, und bei vielen die bessere Wahl, wenn Phi Phi zu voll ist.
Similan-Inseln. Die Riffe gelten als die besten der Region, die Boote starten aber meist in Khao Lak, nicht in Patong. Die Saison ist ungefähr November bis April. Ab Phuket wird das ein sehr langer Tag oder eine Übernachtung.
Was im Preis steckt
Richtwerte 2026, pro Person in der Gruppe:
- Coral Island, halber Tag: etwa 800 bis 1.200 Baht
- Phi Phi mit Maya Bay, ganzer Tag: etwa 1.800 bis 2.500 Baht
- James Bond mit Kajak: etwa 1.700 bis 2.500 Baht
- Linien-Speedboat Phuket–Phi Phi, einfach: etwa 900 bis 1.000 Baht
Drin sein sollten Abholung in der genannten Zone, Guide, Schwimmweste, Schnorchelset, Mittagessen, Wasser und die Rückfahrt. Oft nicht drin: Nationalparkgebühr, häufig um die 300 Baht für Erwachsene an Maya Bay oder in der Phang-Nga-Bucht, Trinkgeld, Handtuch und eine Trockenbox fürs Handy. Frag beim Buchen nach dem Parkticket, sonst fehlt am Steg das Bargeld.
Ein Angebot deutlich unter dem Marktpreis ist selten ein Schnäppchen. Dann wird aus dem Speedboat eine langsame Fähre, oder der Tag bekommt Pflichtstopps in Läden. Straßenwerber an der Bangla Road sind dafür der übliche Ort.
Was an Bord passiert
Die Boote der Tagestouren sind offene Rümpfe mit Sitzbänken, einem Sonnendach und zwei starken Außenbordern oder einem Innenborder. 20 bis 40 Plätze sind normal. Es gibt selten eine Kabine und kein festes Klo auf dem kleinen Boot, auf manchen Linienbooten schon. Der Motor ist laut, Gespräche auf der Überfahrt lohnen sich nicht. Gischt kommt über den Bug, die ersten Reihen werden nass.
Schwimmwesten sind vorgeschrieben und werden beim Ablegen ausgegeben. Seriöse Crews lassen sie an, bis das Boot in geschütztem Wasser ist. Behalte deine an, auch wenn andere sie ablegen. Beim Schnorcheln zeigt der Guide eine Boje als Grenze. Strömung und Boote im Hintergrund sind der Grund, nicht das Riff allein.
Schwangere, Menschen mit Rückenproblemen und kleine Kinder sind auf der offenen Überfahrt nach Phi Phi schlecht aufgehoben. Manche Veranstalter nehmen unter einem Jahr und über 70 nicht mit. Coral Island oder ein großes Fährschiff sind dann die ruhigere Variante.
Seekrankheit
Die Phi-Phi-Strecke über offenes Wasser ist der Klassiker dafür. Tabletten wie Dimenhydrinat, in Thailand oft als Antamin oder Dramamine in der Apotheke, 30 bis 60 Minuten vor dem Ablegen nehmen, nicht erst auf dem Boot. In der Mitte sitzen, Blick auf den Horizont, nicht aufs Handy. Leicht frühstücken, auf Alkohol vom Vorabend verzichten. Wer sicher weiß, dass er nicht fährt, bucht die langsamere Fähre ab Rassada oder eine Route in der geschützten Phang-Nga-Bucht.
Was du mitnimmst
- Badekleidung unter der Kleidung, ein trockenes Shirt für die Rückfahrt
- Wasserschuhe, viele Anlandungen sind Stein oder Korallengries
- Riffverträgliche Sonnencreme, Hut, der nicht beim ersten Wind wegfliegt
- Wasserfeste Hülle für Handy und Geld
- Bargeld für Parkgebühr und ein Getränk
- Passkopie, manche Parks wollen sie sehen
- Tablette gegen Seekrankheit, schon zu Hause in die Tasche
Koffer bleiben im Hotel. Eine kleine Tasche reicht, große Rucksäcke sind auf der Bank im Weg.
Wann die Boote fahren
November bis April ist die ruhige Saison, die West- und Südrouten laufen zuverlässig. Mai bis Oktober kann der Südwestmonsun die Andamansee aufstellen. Touren werden am Morgen abgesagt, manchmal erst am Steg. Eine gute Buchung erstattet dann oder bietet einen anderen Tag. Phi Phi ist davon stärker betroffen als die Phang-Nga-Bucht. Wer nur ein festes Datum hat, legt die Inseltour in die erste Wochenhälfte und hält einen Strandtag als Ersatz frei.
Woran du einen seriösen Anbieter erkennst
Ein guter Veranstalter ist keine Marke auf einem Flyer an der Bangla Road. Er hat einen festen Firmennamen, eine TAT-Lizenznummer der Tourism Authority of Thailand und eine Adresse, die du nachschlagen kannst. Die Nummer steht auf der Website, auf der Rechnung oder auf dem Voucher. Fehlt sie, ist das kein automatischer Betrug, aber ein Grund, nicht bar und nicht am selben Abend zu zahlen.
Für die reine Überfahrt nach Phi Phi sind die etablierten Linien am Rassada Pier die klare Wahl. Andaman Wave Master, Phi Phi Cruiser und Seatran fahren dort seit Jahren nach Fahrplan, mit Ticketschalter und festem Preis. Ein Speedboat braucht etwa eine Stunde, die größere Fähre etwa zwei und ist bei Seekrankheit die bessere Buchung. Tickets gibt es am Pier, über die eigene Seite des Betreibers oder über ein Hotel, das die Buchung auf genau diesen Namen ausstellt.
Tagestouren laufen über viele kleine Reedereien. Den Namen auf dem Ticket mit dem Boot am Steg abgleichen, nicht den Werber. Seriös wirkt, wer vor der Zahlung schriftlich festhält:
- Bootstyp, also Speedboat und keine „schnelle Fähre“, plus ungefähre Gruppengröße
- Stopps, inklusive dem Hinweis, wenn Maya Bay nur von außen oder per Zubringer zu sehen ist
- Hotelzone der Abholung und bis wann die Abholzeit am Vortag kommt
- Essen, Wasser, Schnorchelset, Schwimmweste, Versicherung
- Nationalparkgebühr: enthalten oder bar am Steg, mit Betrag
- Storno bei Seegang: Erstattung oder Umbuchung, nicht „Gutschrift nur vor Ort“
Plattformen mit bewerteten Buchungen, das Hotel oder die Seite des Betreibers sind der normale Weg. Eine Hotelrezeption, die nur an einen Schalter auf der Strandstraße weiterreicht, ist ein Vermittler. Frag nach dem Namen auf dem Voucher, bevor du zahlst.
Wie du Betrug erkennst
Die Abzocke bei Speedboats ist selten ein Boot, das nicht existiert. Häufiger ist die Leistung, die nach der Zahlung schrumpft. Das Muster an Bangla Road, an den Strandstraßen von Patong, Kata und Karon und bei manchen Schaltern am Pier:
- Der Preis liegt 30 bis 50 Prozent unter dem Üblichen. Phi Phi am selben Tag für deutlich unter 1.500 Baht inklusive Transfer ist kein Geheimtipp. Danach wird aus dem Speedboat eine langsame Fähre, aus dem Mittagessen ein Snack, und der Tag bekommt einen Pflichtstopp im Schmuckladen.
- Nur bar, nur heute, keine Rechnung auf Firmennamen. Wer keine Quittung mit Firmennamen und Lizenz geben will, ist am nächsten Morgen nicht erreichbar, wenn das Boot ausfällt.
- Der Bootstyp bleibt vage. „Fast boat“, „VIP speed“ oder ein Foto von einem anderen Boot. Im Voucher muss Speedboat oder Fähre stehen, plus der Name des Betreibers.
- Parkgebühr und Ausrüstung tauchen erst am Steg auf. Seriöse Angebote nennen den Aufpreis vorher. Eine überraschende Gebühr von mehreren hundert Baht pro Person, ohne die du nicht an Bord darfst, ist das zweite Geschäft.
- Der Werber begleitet dich bis zum Automaten. Oder er will den Pass als „Reservierung“. Beides ablehnen.
- Am Steg stimmt der Name nicht. Dein Voucher sagt einen Betreiber, jemand winkt dich in ein anderes, volleres Boot. Nicht umsteigen. Die Hotline der Buchung anrufen, notfalls die Touristenpolizei unter 1155.
- Absage ohne Erstattung. Wetterabsagen gibt es, vor allem von Mai bis Oktober. Seriös ist Geld zurück oder ein neuer Termin. Eine Gutschrift, die nur derselbe Schalter einlöst, ist oft verloren.
Was kein Betrug ist: ein volles Gruppenboot, einfaches Essen, eine Stunde Warten auf den Van und Gischt in der ersten Reihe. Das ist die normale Tagestour. Betrug beginnt dort, wo Boot, Route oder Erstattung nicht mehr dem Zettel entsprechen, den du unterschrieben hast.
Wie du buchst
Am ruhigsten läuft es über den Betreiber direkt, über das Hotel auf einen genannten Firmennamen oder über eine Plattform, die bei Absage erstattet. Im Angebot müssen Bootstyp, Stopps, Essen, Transferzone und der Umgang mit Absage stehen. Am Vorabend die Abholzeit bestätigen. Am Steg den Namen des Boots prüfen, nicht in das nächste Boot steigen, weil jemand winkt.
Privat lohnt sich ab etwa sechs bis acht Personen, wenn ihr selbst bestimmen wollt, wie lange ihr schnorchelt. Für zwei Personen ist die Gruppentour fast immer die sinnvollere Rechnung. Auch privat gilt: schriftlicher Preis, kein Pass als Pfand, Schwimmwesten an Bord, und kein Geschäft, das nur über einen unbekannten WhatsApp-Kontakt läuft.
Preise und Parkregeln sind Richtwerte für 2026 und ändern sich mit Saison und Betreiber. Nationalparkgebühren und die aktuellen Maya-Bay-Regeln vor der Buchung beim Veranstalter prüfen.
Phuket-Trip Reiseführer und Tourist Guide für Phuket Thailand