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Staatstrauer in Thailand: Das sollten Touristen beachten

Ein Jahr Staatstrauer wurde nach dem Tod von Thailands geliebten König Bhumibol Adulyadej, von der thailändischen Militärregierung angekündigt. Ganz Thailand ist in Tiefer Trauer. Was die einjährige Staatstrauer für den Tourismus und die Touristen bedeutet, mit welchen Einschränkungen man rechnen muss, das ist noch nicht ganz klar.

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Was bedeutet die Staatstrauer für Touristen?

img_6150Der thailändische Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha hat ein Jahr der Trauer ausgerufen. Was die Staatstrauer genau bedeutet, das war zunächst nicht ganz klar. Die Flaggen an öffentlichen Gebäuden sollen 30 Tage auf halbmast wehen. In dieser Zeit sollen keine Feiern oder Festlichkeiten organisiert werden. Der Regierungschef empfahl auch Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes, ein ganzes Jahr lang schwarz zu tragen. Auch für Touristen wird die Staatstrauer Einschränkungen mit sich bringen.

Einschränkungen für Touristen bei Alkohol und lauter Musik

Der thailändische Ministerpräsident sagte weiter, dass Unterhaltungsbetriebe für einen Monat lang „leiser sein müssen“. Dies gilt für die nächsten 30 Tage im gesamten Land, also auch auf Phuket.

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Was dies genau für die zahlreichen Bars und Diskotheken auf Phuket, vor allem für die Bangla Road in Patong bedeutet, konnte man bereits in der Vergangenheit feststellen, wenn hohe religiöse Würdenträger verstorben sind. Die Musik in den Bars war sehr leise, zum Teil aus. Diskotheken hatten zum Teil geschlossen oder die Türen zu. Alkohol wurde nur zu bestimmten Uhrzeiten verkauft und durfte nicht außergalb von Kneipen und Bars in der Öffentlichkeit sichtbar getrunken werden.

Wer respektvoll auftreten will, der sollte sich die Schultern und bis unter die Knie bedeckt halten. Darüber hinaus ist es ratsam, sich nicht auf politische Diskussionen einzulassen oder irgendwelche Bemerkungen über die königliche Familie oder die aktuelle Situation zu machen.

Einkaufszentren, Touristenattraktionen und Strände sollen offen bleiben

Wie bekannt wurde, sollen die großen Einkaufszentren, Touristenattraktionen und Strände von Phuket weiter geöffnet bleiben. Es kann allerdings sein, dass zur Trauerfeier und Bestattung König, Bhumibol Adulyadejs es auch hier Einschränkungen geben kann.

Die anstehende Full-Moon-Party auf Ko Pha-ngan soll wahrscheinlich abgesagt werden.

Deutsches Außenministerium rät zu angemessenem Verhalten

Das deutsche Außenministerium rät seinen Bürgern sich angemessen zu verhalten und die Trauer im Land zu respektieren. „Am 13. Oktober 2016 ist der thailändische König, Bhumibol Adulyadej, verstorben. Die angeordnete Trauerperiode dauert ein Jahr. Für die kommenden 30 Tage wurde Trauerbeflaggung angeordnet und verfügt, dass keine Festivitäten durchgeführt werden. Auch über diese 30 Tage hinaus können Einschränkungen des gesellschaftlichen und öffentlichen Lebens nicht ausgeschlossen werden. Reisende sollten die Gefühle und Trauerbekundungen des thailändischen Volkes respektieren; auf angemessene Kleidung in der Öffentlichkeit sollte geachtet werden.

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Residenten und Reisenden in Thailand wird empfohlen, sich über lokale Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise über die aktuelle Lage zu informieren, wachsam zu sein und den Anordnungen der örtlichen Sicherheitskräfte und Behörden Folge zu leisten“, so das deutsche Außenministerium auf seiner Seite.

Auch Schweiz rät seine Bürgern zur Besonnenheit

Auch das Außenministerium der Schweiz, das eidgenössische Department für auswärtige Angelegenheiten, rät seinen Bürgern, sich respektvoll zu verhalten. „Am 13. Oktober 2016 ist König Bhumibol Adulyadej verstorben. Die Regierung hat eine einjährige Trauerperiode ab dem 14. Oktober 2016 angeordnet. Unterhaltungsaktivitäten sollen 30 Tage eingeschränkt werden, z.B. kann der Betrieb von Restaurants, Bars, Shoppingzentren etc. reduziert werden.

Respektieren Sie die Gefühle der thailändischen Bevölkerung, z.B. indem Sie Verhalten und Kleidung den aktuellen Umständen anpassen. Halten Sie sich über die Medien und über Ihren Reiseveranstalter auf dem Laufenden und befolgen Sie die Anweisungen der thailändischen Behörden“, so das EDA auf seiner Seite.

Österreichisches Außenministerium warnt Touristen vor Sicherheitsrisiken

Das österreichische Außenministerium warnt seine Büger in Thailand und rät die aktuelle Lage im Blick zu haben. „Nach dem Ableben des thailändischen Königs Bhumibol Adulyadej am 13. Oktober 2016 wurde, beginnend mit dem 14. Oktober 2016, eine 1-jährige Staatstrauer ausgerufen, während der es zu Einschränkungen bei Service-Leistungen und Infrastruktur kommen kann. Es wird angeraten, sich informiert zu halten, und bezüglich der während des Trauerjahres bestehenden Regeln und Gebräuche eine respektvolle Verhaltensweise an den Tag zu legen.

In Folge des Ablebens des Königs, aber auch angesichts der jüngsten Anschlagswarnungen gilt für ganz Thailand ein erhöhtes Sicherheitsrisiko (Sicherheitstufe 2). Darüber hinaus besteht Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 3) für die Provinzen Narathiwat, Yala, Pattani und Songhkla, sowie Preah Vihear und Umgebung.“ Weitere Hinweise gibt das österreichische Außenministerium nicht auf seiner Seite.

Touristen bislang wenig betroffen

In den großen touristischen Hot Spots des Landes herrscht überall Schock. Auch auf Phuket sind die Thai in tiefer Trauer. Dennoch geht das Leben weiter. Auch die Hotels und viele Restaurants bieten weiter vollen oder zumindest eingeschränkten Service.

Der Stuttgarter Sergej Müller, der mit seiner Familie Urlaub in Kata Beach macht, sagte: „Obwohl ich anfänglich besorgt war, wie sich das auf unsere Reisepläne auswirken könnte, läuft das Hotel momentan wie gewohnt und wir haben auch keine Anzeichen dafür, dass sich das ändern wird.

In Patong sagte uns Gertie Waldner aus Zürich: „Mein Mann und ich trauern mit dem thailändische Volk, da der König hier so sehr verehrt wurde. Wir müssen nur die Daumen drücken, damit wir unsere nächsten Tage hier genießen können.“

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Ein Kommentar

  1. Es ist eine unglaubliche tiefe Trauer. Wir trauern mit den Thai hier, die trotz allem heute freundlich und höflich waren und uns trotz ihres Schmerzes hier im Hotel heute gut verpflegt haben.

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