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Immer weniger Russen auf Phuket

Auch 2015 setzte sich der Trend fort über den wir bereits im letzten Jahr berichteten: Es kommen immer weniger Russen nach Phuket. Wie die thailändische Tourismusbehörde TAT mitteilte war der Einbruch im letzten Jahr besonders groß: Die Zahl der russischen Touristen auf Phuket hat sich ein weiteres Mal fast halbiert.

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Kein Geld mehr: Deutlich weniger Russen auf Phuket

Im letzten Jahr ist die Zahl der russischen Touristen um weitere 45 Prozent eingebrochen. Bereits im Vorjahr waren 40 Prozent weniger Russen nach Phuket gekommen. „Russland steckt seit längerem tief in einer Wirtschaftskrise. Die Wirtschaft ist marode, die Innovationskraft gleich null, Löhne und Gehälter sinken. Durch die völkerrechtswidrige Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland 2014 und die damit verbundenen Sanktionen der europäischen Staaten und der USA nahm die Wirtschaftskrise noch einmal an Schärfe zu. Ein Übriges tat der Ölpreisverfall und die massive Inflation. Viele in der russischen Mittelschicht kann sich einen Urlaub auf Phuket schlicht nicht mehr leisten“, so Tourismusexperte Aleksander Czerwonka.

Russen bleiben weg – Spanier kommen

„Über 5,5 Millionen europäische Touristen haben Thailand 2015 besucht. Die Anzahl der Europäer ist um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken“, so Tanes Petsuwan von der TAT.

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Aus Sicht der TAT sind es „nur“ neun Prozent, hauptsächlich Russen. Der Einbruch wurde abgemildert da nun wo die Russen wegbleiben, wieder andere Europäer nach Phuket kommen. Erfreulich aus Sicht der thailändischen Tourismusbehörde TAT gab es einen Zuwachs von 28 Prozent bei den spanischen Touristen.

Phuket möchte mehr „Qualitätstouristen“

„Wir möchten auf Phuket mehr Qualitätstouristen aus Europa sehen“, sagte Anoma Wongyai, die Direktorin des TAT Büros auf Phuket . Die TAT erarbeitet derzeit ein PR-Paket, das gezielt die Region Phuket im Ausland bewerben soll. „Unsere Schwerpunkte sind Roadshows in den europäischen Ländern. Dazu werden wir die ausländischen Reiseveranstalter zu speziellen Seminaren einladen. Außerdem wollen wir mehr Sportveranstaltungen fördern und die Qualität der medizinischen Betreuung für die Besucher erhöhen, um nur einige unserer Pläne zu nennen“. Daher erscheint der Einbruch im Russlandgeschäft für die TAT nicht sonderlich dramatisch zu sein, da sich in den vergangenen Jahren der Ruf Phukets als „Russen-Insel“ verfestigt habe und viele Touristen aus anderen Ländern abgeschreckt habe und nun eine Imagekorrektur möglich scheint.

Russische Touristen weltweit äußerst unbeliebt

Russische Touristen gelten weltweit als die unbeliebtesten Touristen, bei Deutschen sogar mit großem Abstand. Selbst bei 47 Prozent Russen selbst, gelten die eigenen Landsleute als unbeliebt. Viele stören sich daran, dass die russischen Touristen sich nicht benehmen, ständig betrunken sind und die Einheimischen schlecht behandeln. So schreiben uns immer wieder Leser und warnen vor bestimmten „Russen-Hotels“ oder „Russen-Restaurants“ auf Phuket. So auch Peter Hefti aus St. Gallen, der gemeinsam mit seiner Frau im Februar Urlaub in Kata machte: „Die Mehrheit der Urlauber in unserem Hotel waren Russen! Die haben sich Berge von Essen auf den Teller geladen, andere Gäste vom Büffet verdrängt. Es war unerträglich.“

Auch die Russlanddeutsche Patricia Schöner aus Düsseldorf teilte uns bereits im letzten Jahr eine unschöne Erfahrung mit russischen Touristen mit: „Die saßen da und riefen lautstark auf russisch nach dem Kellner, weil sie bestellen wollten. Dann kam ein etwas femininer, geschminkter Kellner an den Tisch um die Bestellung aufzunehmen. Diesen schickten sie dann mit obszönen schwulenfeindlichen Sprüchen und ekelhaften Gesten weg. Mein Mann und ich haben uns so für das Verhalten der Russen geschämt“.

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